Festivals!?!

Veröffentlicht: 15. Mai 2013 in Uncategorized

Und seit Ihr zu alt für RockFestivals – kann man das überhaupt sein ?

Was derzeit medial wie die Revolution aus der Senioren Residenz daher kommt. Ist ein gutes Beispiel für erfolgreiches Musik Guerilla Marketing, welches zumindest in Deutschland seines Gleichen sucht. Die Geschichte vom alternden Schlagerbarden der sich bei den Deutschrockern mal so richtig rächen will hat ja auch was sehr sympathisches und aus Richtung der volkstümlichen Schlagersänger kennt man alles nur kein Revoluzzertum. Bei einem Rocker wäre das ganz sicher nicht  aussergewöhnlich und würde auch kein Mediales Echo erzeugen können.

Wie komme ich nun auf den Gedanken das Rammstein und die Ärzte nicht auf die Barrikaden gehen und mit drastischen Worten oder gar juristischen Maßnamen gegen die Veröffentlichung des Heino Albums vorgehen. Zum einen ist es seit gut 4 Monaten bekannt das Heino ein solches Album in der Mache (Metal-Hammer.de berichtete) hat und bis dato gab es keine Erwähnung solch vehementer Gegenwehr der Urheber. Auch das durchaus Glaubwürdige Dementi der Bands bestärkt diese Meinung. Auch die Covergestaltung von Heino ist eine Illustration der Story die er hier verkauft wird. Warum sollten auch die Bands etwas dagegen haben als Urheber des Werkes verdienen Sie ja auch an allen Einnahmen die durch Heinos Coveralbum erzielt werden. Der rechtlich Hintergrund wird im wbs-low.de Blog auch für Nichtjuristen verständlich dargestellt.

Wie ist Heino bzw. sein Management auf diese Idee gekommen. Als Blaupause dient hier sicher der gute Jonny Cash – Dieser coverte ja auch zum Ende seiner Karriere Rock und Pop & Rock Bands wie Depeche Mode und Nine Inch Nails. Da betrachteten die Bands es allerdings eher als Ritterschlag von einem Weltstars dieses Formats gecovert zu werden. Mit diesen legendären Coversongs konnte der gute Mann auch noch einmal Neue, jüngere und auch genrefremde Zielgruppen erschließen. Nun ist Heino sicher nicht Jonny Cash aber da sein bisheriges Zielpublikum allein es sicher nicht mehr ermöglicht wirklich erhebliche Mengen abzuverkaufen täte ihm so eine Verjüngungskur sicher gut.

Man mag von diesem Vorgehen halten was man will, unbestreitbar ist das ein Mediales Echo (von der Titelseite der Bildzeitung, über Fernehberichterstattung bis hin zu diversen Blogposts und einer ordentlichen Verbreitung in den sozialen Netzwerken) erzeugt wurde welches, wenn man es einpreisen würde, locker mit dem Budget eines Holywood Bockbusters mithalten könnte.

Also alles richtig gemacht Heino

Werden Musik-Streaming Dienste nun der kreative Zerstörer der Mp3-Downloadportale wie ITunes und Amazon ? Wie einst der Verkauf der physikalischen Datenträger unter den illegalen MP3 Filesharern wie Napster & Co in die Knie ging ? Stehen wir erneut vor einer Umwälzug der Musikindustie ?

Spotify & Co. Erobern einen immer größeren Teil der Musik-Konsumenten. Der stetig größere Anteil an der mobilen Internetnutzung macht es möglich nicht nur stationär ,also am Rechner, auf diese Dienste zuzugreifen sondern auch mobil. Es ist meist möglich beim Joggen einfach mit dem Smartphone die Lieblingsplaylist des Streamingdiestes zu hören. Bundeltarife (z.B. der Spotify Tarif der Telekom) stellen unbegrenzt Bandbreite hierfür zur Verfügung. Somit ist auch der Besitz von Mp3s für den bisher gern dafür genutzten Player nicht mehr notwendig. Auch der Siegeszug der Mp3 war ja nicht der superallerbesten Soundquallität geschuldet sondern Dank der geringen Größe des Formates war es möglich einen großen Teil wenn nicht die gesamte heimische Plattensammlung immer und überall dabei zu haben und unterwegs konsumieren zu können. So hat ein jeder sein ganz persölichen Soundtrack zum Bahnfahren, zum Joggen nur beim schwimmen ist man hier noch eingeschränkt.

Gesamte weltweite mobile Breitbandanschlüsse 2005-2015
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Auch das Streamen über die heimische Stereo Anlage ist heut immer weniger ein Problem da sich Smartphones mehr und mehr zur Universal-Fernebedienung des Home Entertainment Micro Kosmos entwickeln und oft bereits per Appels Air Play oder vergleichbarer Funktionen Audio und sogar Videodatein an diese Geräte übertragen. Dies sollte also auch mit den Streams funktionieren. Weiterhin sind z.B. moderne TV Geräte an das Intenet angeschlossen und können daher selbst Streaming Dienste nutzen. Man muss kein Orakel sein um vorraus zu sagen das es nicht lange dauern wird bis Spotify & Co. auch Videoformate zum Stream anbieten wird um das Geschäft auszubauen und nach und nach werden allen heutigen Download Medien zum Stream bereitstehen.

Auf der anderen Seite ist der Besitz bishin zur Haptik nachwievor für viele Menschen recht wichtig und gerade ausserhalb der Ballungsgebiete ist die Verfügbarkeit der benötigten Bandbreiten für das Musik-Streaming nicht immer gegeben. Die Entwicklung dieser Dienste, und somit Ihr Gefahrenpotenzial für z.B. ITunes, ist also stark vom flächendeckenden Ausbau schneller und vor allen mobieler Internetverbindungen abhängig. Denn auch großstädtige Musik-Konsumenten werden wenig Lust darauf haben beim sommerlichen Ausflug in das ländliche Umland auf den Genuss ihrer Playlisten verzichten zu müssen.

Man darf gespannt sein ob die Musikindustrie es diesmal schaffen wird sich ausreichend schnell an eine solche Entwicklung anzupassen und ob sie ihr Geschäftsmodell schnell genug weiter entwickeln kann. Auch ITunes wird sich nach und nach zum Streaming Dienst wandeln erste Ansätze sind hier durch die ICloud erkennbar. Auch amazons Cloudplayer ist ein Schwenk in diese Richtung und die haben ja mit LoveFilm für Videos und Audible für Hörbücher gibt es ja bereits Sparten-Streaming-Dienste unter deren Dach. Sicher wird bei der Vielzahl der Anbieter nocheinmal eine Marktbereinigung in den kommenden Jahren stattfinden.

geld,musik,youtubelaut Artikel im Spreeblick geht das sehr wohl. vorausgesetzt man ist nicht Mitglied der GEMA bzw.  hat dieser die Wahrnehmungsrechte für den digitalen Bereich entzogen.
Und zwar nicht nur für die Aufrufe der eigenen Videos sondern aller Videos welche die selbst geschaffene Musik als Untermalung nutzen (es gibt da verschiedene Entlohnungs-Modelle diese findet man hier)
leider kann der oben genannte Artikel noch nicht auf echte Erfahrungswerte eines Musikers verweisen – solltet Ihr also welche gemacht haben oder jemand kennen immer schön ab in die Kommentare damit.

Kurzmitteilung  —  Veröffentlicht: 21. November 2012 in Musik & Geld verdienen
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