Musik-Streaming vs. Mp3 Verkauf

Veröffentlicht: 21. Januar 2013 in Musik & Geld verdienen, Musikvermarktung im Internet
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Werden Musik-Streaming Dienste nun der kreative Zerstörer der Mp3-Downloadportale wie ITunes und Amazon ? Wie einst der Verkauf der physikalischen Datenträger unter den illegalen MP3 Filesharern wie Napster & Co in die Knie ging ? Stehen wir erneut vor einer Umwälzug der Musikindustie ?

Spotify & Co. Erobern einen immer größeren Teil der Musik-Konsumenten. Der stetig größere Anteil an der mobilen Internetnutzung macht es möglich nicht nur stationär ,also am Rechner, auf diese Dienste zuzugreifen sondern auch mobil. Es ist meist möglich beim Joggen einfach mit dem Smartphone die Lieblingsplaylist des Streamingdiestes zu hören. Bundeltarife (z.B. der Spotify Tarif der Telekom) stellen unbegrenzt Bandbreite hierfür zur Verfügung. Somit ist auch der Besitz von Mp3s für den bisher gern dafür genutzten Player nicht mehr notwendig. Auch der Siegeszug der Mp3 war ja nicht der superallerbesten Soundquallität geschuldet sondern Dank der geringen Größe des Formates war es möglich einen großen Teil wenn nicht die gesamte heimische Plattensammlung immer und überall dabei zu haben und unterwegs konsumieren zu können. So hat ein jeder sein ganz persölichen Soundtrack zum Bahnfahren, zum Joggen nur beim schwimmen ist man hier noch eingeschränkt.

Gesamte weltweite mobile Breitbandanschlüsse 2005-2015
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Auch das Streamen über die heimische Stereo Anlage ist heut immer weniger ein Problem da sich Smartphones mehr und mehr zur Universal-Fernebedienung des Home Entertainment Micro Kosmos entwickeln und oft bereits per Appels Air Play oder vergleichbarer Funktionen Audio und sogar Videodatein an diese Geräte übertragen. Dies sollte also auch mit den Streams funktionieren. Weiterhin sind z.B. moderne TV Geräte an das Intenet angeschlossen und können daher selbst Streaming Dienste nutzen. Man muss kein Orakel sein um vorraus zu sagen das es nicht lange dauern wird bis Spotify & Co. auch Videoformate zum Stream anbieten wird um das Geschäft auszubauen und nach und nach werden allen heutigen Download Medien zum Stream bereitstehen.

Auf der anderen Seite ist der Besitz bishin zur Haptik nachwievor für viele Menschen recht wichtig und gerade ausserhalb der Ballungsgebiete ist die Verfügbarkeit der benötigten Bandbreiten für das Musik-Streaming nicht immer gegeben. Die Entwicklung dieser Dienste, und somit Ihr Gefahrenpotenzial für z.B. ITunes, ist also stark vom flächendeckenden Ausbau schneller und vor allen mobieler Internetverbindungen abhängig. Denn auch großstädtige Musik-Konsumenten werden wenig Lust darauf haben beim sommerlichen Ausflug in das ländliche Umland auf den Genuss ihrer Playlisten verzichten zu müssen.

Man darf gespannt sein ob die Musikindustrie es diesmal schaffen wird sich ausreichend schnell an eine solche Entwicklung anzupassen und ob sie ihr Geschäftsmodell schnell genug weiter entwickeln kann. Auch ITunes wird sich nach und nach zum Streaming Dienst wandeln erste Ansätze sind hier durch die ICloud erkennbar. Auch amazons Cloudplayer ist ein Schwenk in diese Richtung und die haben ja mit LoveFilm für Videos und Audible für Hörbücher gibt es ja bereits Sparten-Streaming-Dienste unter deren Dach. Sicher wird bei der Vielzahl der Anbieter nocheinmal eine Marktbereinigung in den kommenden Jahren stattfinden.

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